Arbeitsplätze und Green IT

In: Allgemein

3 Jan 2012

Mit der IT-Revolution stieg auch der Stromverbrauch. Der größte Verbrauch fällt in Rechenzentren und bei Servern an. Auf sie entfielen 1,8 Prozent des Gesamtverbrauchs und damit über eine Milliarde Euro an Kosten. In den Zentren steigen die Energiedichte und der Kühlungsbedarf. Für 2013 wird ein Mehrbedarf von bis zu 50 Prozent prognostiziert. Bis zu 50 Prozent des Gesamtbedarfs wird für die Infrastruktur einer unterbrechungsfreien Stromversorgung, die Stromverteilung und die Kühlung benötigt. Dabei liegt die Auslastung der Server bei höchstens einem Fünftel. In diesem Zusammenhang bekommt Green IT eine wachsende Bedeutung. Durch technische Maßnahmen konnten einzelne Anbieter von IT-Solutions den Energiebedarf in ihren Rechenzentren um bis zu 30 Prozent senken. Natürlich entstanden im Zuge der Entwicklung neuer Konzepte auch Arbeitsplätze. Und mancher IT-Ingenieur konnte durch ein Kündigungsschreiben Arbeitnehmer in eine besser bezahlte Position wechseln. Auch im Bereich der Büroanwendungen spielt ein Green IT eine immer größere Rolle. Allein 26 Millionen Arbeitsplatzcomputer verbrauchen jährlich etwa 3,9 Terawattstunden Strom. Durch Entwicklungen im Bereich Green IT kann diese Menge bedeutend reduziert werden.

Zu den geeigneten Maßnahmen zählen die bessere Abstimmung von Hardware-Komponenten, ein geringerer Materialverbrauch und die Virtualisierung durch sogenannte Thin-Clients. Die geringere Rechenleistung kann dann durch ein Rechenzentrum bereitgestellt werden. Diese können die Leistung lastabhängig produzieren und auf Leerlaufzeiten flexibel reagieren. Bei den Herstellern von Betriebssystemen wurde kritisiert, dass sie nicht effizient genug mit Energie umgingen. Einige Betriebssysteme unterstützen keine zentrale Energieverwaltung durch den Administrator. Aufgrund dieses Mangels verzichten viele Unternehmen darauf, den Stromverbrauch ihrer Arbeitsplatzrechner zu optimieren. Neuere Versionen des Betriebssystems unterstützen zwar das zentrale Energiemanagement, sind aber laut der Kritik nicht in der Lage flexibel genug zu reagieren. Besonders die Möglichkeit das Energiemanagement an die dynamischen Bedürfnisse anzupassen, wird vermisst. Auch die Architektur der Softwareanwendungen hat einen Einfluss auf den Strombedarf eines Desktops. Im Bereich der Webanwendungen erlauben Ajax-Architekturen eine schlankere und energiesparende Anwendungsentwicklung, ohne dass der Benutzer länger auf die Reaktion des Servers warten muss.

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